Antje Babendererde

Antje Babendererde, geboren 1963, wuchs in Thüringen auf und arbeitete nach dem Abitur als Hortnerin, Arbeitstherapeutin und Töpferin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete.

Viele Jahre lang galt ihr besonderes Interesse der Kultur, Geschichte und heutigen Situation der Indianer.
Ihre einfühlsamen Romane zu diesem Thema für Erwachsene wie für Jugendliche fußen auf intensiven Recherchen während ihrer USA-Reisen und werden von der Kritik hoch gelobt.

Mit dem Roman »Isegrim« kehrt die Autorin erstmals zu ihren Thüringer Wurzeln zurück.

Mehr Infos über Antje Babendererde findet ihr unter
www.antje-babendererde.de


Foto © privat

3 Fragen an Antje Babendererde

Gab es für die Geschichte in "Isegrim" einen "Stein des Anstoßes"?

Da kamen mehrere Dinge zusammen: Mich hat das Phänomen der "Waldkinder" fasziniert, der Menschen, die in der Natur leben und lange Zeit nicht entdeckt werden. Die Rückkehr der Wölfe in deutsche Wälder verfolge ich schon seit längerem, und der schlechte Ruf des Wolfes tut mir einfach leid. Das wird diesen wunderbaren Tieren nicht gerecht.

Können Sie sich vorstellen, einem lebendigen Wolf gegenüberzustehen (ohne Zaun zwischen Ihnen und dem Wolf)? Wie wäre das?

Ich habe einmal eine Wolfbeobachtungstour mitgemacht. In dem Wald waren auch Kameras aufgestellt. Wir haben an diesem Abend keinen Wolf gesehen, aber die Kamera-Auswertung nach dem Spaziergang belegte, dass nur wenige Stunden vor uns fünf Wölfe auf demselben Pfad unterwegs waren, den wir auch gegangen waren. Ein bisschen mulmig wird einem schon bei dem Gedanken. Andererseits habe ich auch schon auf Campingplätzen in den USA einigermaßen vertrauensvoll übernachtet, obwohl Bären in unmittelbarer Nähe vermutet wurden.

Steckt ein Stück von Ihnen in Jola?

Ja, ganz sicher. Es fiel mir leicht, aus der Perspektive dieses Mädchens zu schreiben, das im Wald Freiheit empfindet und glücklich ist, wenn es Tiere beobachtet. Ich liebe den Wald genau wie sie.

Interview mit Antje Babendererde von Weisselilie

 


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